Überzeugungstäter, Vorbeuger und Flüchtlingslotsen: Unsere Social Reporting Champs 2017

v.l.n.r. Berit Adam (Jury, Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin), Vivien Rupp (SRI), Jan Engelmann (SRI), Maximilian Schuster (Trägerkreis Junge Flüchtlinge), Andrea Dokter (Klasse2000), Andreas Dexheimer (Jury, Diakonie Oberbayern), Sarah Ulrich (Jury, education Y), Konstantinos Tsilimekis (Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt), Michael Werner (Jury, Scholz & Friends), Foto: Sandra Ratkovic, CC BY 4.0


Mehr Einreichungen und ein spürbar steigendes Niveau

Die Social Reporting Initiative (SRI) würdigte am 03. November 2017 die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, den Verein Programm Klasse2000 e.V. sowie den Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V. mit dem SchlaU-Konzept für ihre herausragenden Jahresberichte, die nach dem Social Reporting Standard (SRS) angefertigt wurden.

Die drei "Social Reporting Champs 2017" stachen gegenüber allen eingereichten Jahresberichten jeweils in unterschiedlichen Kategorien hervor. Jan Engelmann, Geschäftsführer der Social Reporting Initiative, zieht ein positives Fazit der diesjährigen Ausschreibung: "Sowohl die Zahl der Einreichungen als auch das Niveau der Berichte ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen." Die Auszeichnung wurde bereits zum zweiten Mal vergeben, in diesem Jahr erstmals mit jeweils 2.000 Euro in drei Kategorien prämiert.

Mit ihrer Arbeit leisten gemeinnützige Organisationen einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Dank dem SRS-Leitfaden zur Anfertigung strukturierter Jahresberichte erhalten Organisationen ein Werkzeug, mit dem sie ihre erreichten Wirkungen konkret und nachvollziehbar darstellen können. Diese erhöhte Transparenz steigert den Wert einer Organisation, da gut strukturierte Reportings für Förderer maßgeblich sind.

"Es ist sehr beeindruckend zu sehen, wie routiniert und klug gemeinnützige Akteure mittlerweile diese Aufgabe erledigen und dabei die Bedürfnisse unterschiedlichster Publika - Fördernde, Partnerorganisationen, Spendende, Mitarbeitende und anderweitig Interessierte - im Blick haben", beobachtet Jurymitglied Sarah Ulrich von education Y.

Gewinnerorganisationen aus unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen

"Die Evaluation unseres Wirkens hat von Beginn an eine zentrale Bedeutung unserer Arbeit eingenommen. Informationen lagen somit immer vor – diese interessant darzustellen, wurde uns durch den SRS spürbar erleichtert“, so Andrea Dokter von Klasse2000, einem Preisträger, den die Jury bereits im vorangegangen Jahr lobend erwähnte. In diesem Jahr hat Klasse2000 bewiesen, dass sie den eigenen Anspruch an ständige Weiterentwicklung und bestmögliche Wirkung konsequent verfolgt. Aufgrund ihrer begleitenden Evaluation und Qualitätssicherung wurde Klasse2000 deshalb in der Kategorie Wirkungsbelege ausgezeichnet.

Wer den Bericht 2016 der SchlaU-Schule in die Hand nimmt, wird schnell merken, dass dieser von der üblichen SRS-Form etwas abweicht. Viel Zeit und Raum wurde hier der Darstellung des eigenen pädagogischen Konzepts gewidmet und die gängige Kapitelanordnung verändert. Aber diese Freiheiten sind legitim, weil der grundsätzliche Anspruch, über die eigene Organisation und Strategie umfassend Auskunft zu geben, vorbildlich erfüllt wurde. „Dass wir immer auf das selbe Grundgerüst zurückgreifen können, erspart uns jedes Jahr extrem viel Zeit beim Erstellen des Jahresberichts – bei einem gleichbleibend hohen Maß an Professionalität“, erklärt Maximilian Schuster vom Trägerkreis Junge Flüchtlinge e.V.. Durch ihren freiheitlichen Geist und die gelebte Transparenz setzten sich die Münchener  deshalb in der Kategorie Organisation & Finanzen durch.

Ein echter „SRS-Veteran“ überzeugte in der  Kategorie Wirkungsmodell. Bereits zum fünften Mal nutzte die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt den Leitfaden für ihren Jahresabschlussbericht: „Der SRS verleiht unseren Reportings einen roten Faden, der mit jedem Jahr deutlicher wird. Durch die Arbeit an dem Jahresbericht lernen wir immer etwas neues dazu – beispielsweise, dass Zitate und O-Töne aus geförderten Organisationen durchaus auch als Wirkungsbelege gezählt werden können. So arbeiten wir sichtbar und kontinuierlich an der Transparenz und Stringenz unseres Reportings“, bestätigt Mahi Klosterhalfen, Geschäftsführer der Albert Schweitzer Stiftung, den Nutzen des SRS. In ihrer souveränen Anwendung der SRS-Instrumentarien präsentiert sich die Albert Schweitzer Stiftung „einmal mehr als eine im Kern wirkungsgetriebene und normativ transparente Organisation”, so das Jury-Votum. Die gesamte Laudatio kann hier eingesehen werden.

Gelohnt hat sich die Teilnahme für alle Organisationen, denn auch ohne Preisgeld erleichterte ihnen der SRS die unliebsame Aufgabe des Reportings deutlich.

 

 

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